Vom ersten Verstehen bis zur dauerhaften Betreuung.
E‑DI 360° folgt dem natürlichen Ablauf einer Infrastrukturentwicklung — und beginnt von vorn, wenn der Jahres-Check Handlungsbedarf zeigt.
Fünf Leistungen über den gesamten Lebenszyklus.
Jede Leistung ist einzeln buchbar — ihren vollen Wert entfalten sie im Verbund: Jede Stufe baut auf den Ergebnissen der vorherigen auf, alle fließen in eine gemeinsame Infrastrukturakte.
Infrastrukturpass
HerausforderungSie kennen den Zustand Ihrer TK-Infrastruktur nicht objektiv — und entscheiden über Modernisierung im Blindflug.
Der Einstieg in die Zusammenarbeit und das zentrale Dokument zu Ihrem Gebäude. Er dokumentiert den Ist-Zustand, bewertet ihn nach dem Klassensystem A–F und zeigt konkret, wo Handlungsbedarf besteht.
- Vor-Ort-Begehung und strukturierte Bestandsaufnahme
- Erfassung der Netzinfrastruktur (Leitungswege, Verteil- und Übergabepunkte)
- Bewertung und Klassifizierung (Klasse A–F)
- Identifikation von Engstellen, Risiken und Optimierungspotenzialen
- Fotodokumentation und digitale Aufbereitung
Optional: vorausgefüllte Muster-Mieterschreiben (vor und nach dem Ausbau), direkt aus der Infrastrukturakte erzeugt.
Entwicklungsstrategie
HerausforderungNach einer Betreibermitteilung sollen nur zwei Monate bleiben. Ohne eigenen Plan baut der Netzbetreiber nach seinem (§ 144 TKG-E 2026).
Auf Basis des Infrastrukturpasses entwickeln wir die konkrete Strategie für die Modernisierung. Sie beantwortet die zentrale Frage: Wann, wie und mit wem modernisieren Sie?
- Modernisierungsfahrplan — wann, wie, mit wem
- Variantenvergleich und belastbare Empfehlung
- Leistungsverzeichnis als Ausschreibungsgrundlage
- Strukturierter TKU-Angebotsvergleich
Add-on: Strategie-Präsentation für Vorstand/Aufsichtsrat oder Eigentümerversammlung (WEG) inkl. Beschlussvorlage.
Hinweis: Die Darstellung regulatorischer Fristen dient der Information und Planung. Eine rechtsverbindliche Beurteilung Ihres Einzelfalls nehmen wir nicht vor; diese obliegt Ihrer Rechtsberatung.
Baubegleitung
HerausforderungMängel beim FTTH-Ausbau zeigen sich oft erst nach der Abnahme — mit Folgen für Wertbestand, Gewährleistung und Versicherungsschutz.
Wir begleiten die bauliche Umsetzung und sichern die Qualität — als unabhängiger technischer Berater an Ihrer Seite, nach den anerkannten Regeln der Technik. Typischerweise auf Basis der Entwicklungsstrategie, auf Wunsch auch bei bereits laufendem Ausbau.
- Abstimmung mit den ausführenden Unternehmen
- Kontrolle der Ausführung an definierten Meilensteinen
- Qualitätskontrolle gemäß VDE 0800-730 und § 145 TKG-E
- Prüfung der OTDR-Messprotokolle und Faserzahl (≥ 4 gem. § 145 Abs. 2 TKG-E)
- Begleitung der Abnahme und finale Prüfung
Add-on: Koordination während der Bauphase — zentraler technischer Ansprechpartner gegenüber TKU und Gewerken.
Bestandsdokumentation
Herausforderung§ 145 Abs. 2 TKG-E soll zu zehn Jahren lückenloser Dokumentation verpflichten (Regierungsentwurf). Fehlt sie, fehlt der Nachweis — und Sie sind gegenüber Dritten nicht auskunftsfähig.
Nach dem FTTH-Ausbau erstellen wir die vollständige technische Dokumentation für Ihr Gebäude — und schaffen damit die technische Grundlage für die Einhaltung der – nach dem Entwurf vorgesehenen – Dokumentationspflichten nach § 145 Abs. 2 TKG-E.
- Erfassung aller Verteiler und Übergabepunkte
- Dokumentation der Leitungswege und Trassenführung
- Übernahme und Prüfung der Messprotokolle
- Aktualisierung des Infrastrukturpasses auf den neuen Ist-Zustand
- Digitale Infrastrukturakte gemäß § 145 TKG-E (nach Entwurf 10 Jahre aufbewahrungspflichtig)
Add-on: physisches Archiv-Set (Ordner mit Ausdruck, Datenträger und Versand).
Infrastrukturmanagement
HerausforderungEin einmaliger Stand veraltet — Regulatorik, Anbieter und Modernisierung laufen Ihnen ungesteuert davon.
Die wiederkehrende Dienstleistung für die langfristige Betreuung: ein fester Ansprechpartner, der Ihre Infrastruktur kennt, überwacht und in Ihrem Interesse verwaltet. Verfügbar in zwei Stufen — Basis und Premium.
- Jahres-Check mit Klasse-Bestätigung (Werterhalt-Nachweis)
- Vertrags- und Providermanagement, Verhandlung in Ihrem Interesse
- Technischer Ansprechpartner (Erstreaktion < 48 h, Mo–Fr)
- Fördermittel-Monitoring (quartalsweise)
- Regulatorisches Monitoring (TKG, EU-VO)
- Quartals-Reporting; Q4 als Jahres-Statusgespräch
Premium: digitales Infrastruktur-Portal (M365, EU). Add-on: Gewährleistungs-Begehung vor Fristablauf.
Das Klassensystem A – F.
Der Infrastrukturpass bewertet jedes Gebäude nach einem klaren, E-DI-eigenen Schema (kein gesetzlicher Standard) — von zukunftssicher bis kritisch. So wird der Zustand vergleichbar und entscheidungsfähig.
Höchster Standard. Optimale Infrastruktur für die nächsten 15–20 Jahre.
Solide Infrastruktur mit geringem Optimierungsbedarf.
Einzelne Schwachstellen. Gezielte Maßnahmen empfohlen.
Veraltete Teilbereiche. Ohne Maßnahmen droht Wertverlust.
Infrastruktur entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen.
Dringender Handlungsbedarf. Vermietbarkeit und Marktwert beeinträchtigt.
Typische Probleme im NE4-Ausbau.
Aus über zehn Jahren Glasfaser-Praxis: die häufigsten Schwachstellen zwischen Betreibermitteilung und laufendem Betrieb — und welche E‑DI-Leistung sie adressiert.
Intransparente Vor-Ort-Begehungen
Begehungen mit Netzbetreibern und Infrastrukturpartnern laufen ohne neutrale Begleitung. Begehungsprotokolle fehlen — oder sind so technisch, dass sich daraus keine Entscheidung ableiten lässt.
Unklare Verantwortungsbereiche
Wer ist wofür zuständig — Betreiber, Verwaltung, Eigentümer, Elektrofachbetrieb? Ohne klare Festlegung bleiben Aufgaben liegen, von der Schlüsselübergabe bis zur Mieterinformation.
Fehlende Mieterkommunikation
Mieter erfahren zu spät oder gar nicht von Terminen und Arbeiten im Haus. Rückfragen und Beschwerden landen ungefiltert bei der Verwaltung — vermeidbar durch abgestimmte Information.
Unvollständige Bestandsdokumentation
Nach dem Ausbau fehlen Pläne, Messwerte und Belege. Der Bestand ist nicht auskunftsfähig; jede spätere Maßnahme beginnt mit teurer Nacherfassung.
Biegeradien & Spleißqualität
Unterschrittene Biegeradien und mangelhafte Spleiße fallen bei der Ausführung kaum auf — die Dämpfungsprobleme und Ausfälle kommen Monate später, oft nach der Gewährleistungsdiskussion.
Nicht dokumentierte Trassenführung
Wo die Fasern im Gebäude tatsächlich liegen, weiß nach dem Ausbau niemand mehr. Sanierung, Brandschutz und spätere Arbeiten laufen im Blindflug.
Keine Fertigstellungsmeldung, keine Abnahme
Der Ausbau endet ohne formale Fertigstellung und ohne fachliche Abnahme. Fristen und Gewährleistung (VOB/B) stehen auf unsicherem Fundament, Mängel sind später kaum beweisbar.
Fallstricke im Gestattungsvertrag
Exklusivitätsklauseln, lange Laufzeiten mit automatischer Verlängerung, Rückbau- und Nutzungsregelungen: Was heute unterschrieben wird, bindet Ihr Gebäude über Jahre.
Mehrere Anbieter, kein Plan
Mehrere Betreiber werben parallel um dasselbe Objekt — jeder Hauseingang wird separat behandelt, Termine vervielfachen sich, Mieter werden direkt beworben. Ohne eigene Linie entsteht Wildwuchs.
Ausbau bleibt trotz Zusage aus
Quoten- und Wirtschaftlichkeitsvorbehalte lassen zugesagte Ausbauten platzen. Wer sich allein auf den Betreiber verlässt, wartet — eine eigene Strategie schafft Alternativen.
Optional: Unterstützung in Ihren Gremien. Auf Wunsch begleiten wir Eigentümerversammlungen, Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen und bereiten Entscheidungsvorlagen auf, die auch ohne Technik-Hintergrund tragfähig sind.
Kostenloses ErstgesprächEinzeln buchbar — im Verbund am stärksten.
Aufeinander aufbauend
Jede Stufe baut auf den Ergebnissen der vorherigen auf. Wer mehrere Leistungen oder mehrere Gebäude bündelt, hält das im individuellen Angebot fest.
Eine gemeinsame Akte
Alle Ergebnisse fließen in eine gemeinsame digitale Infrastrukturakte — pro Gebäude, jederzeit fortgeschrieben.
Die Leistungen werden nach Objektumfang (Anzahl Gebäude und Wohneinheiten) kalkuliert. Ein individuelles Angebot erstellen wir nach einem kurzen Erstgespräch. Erstgespräch vereinbaren →
Unverbindliches Erstgespräch — in 30 Minuten.
Wir ordnen gemeinsam ein, wo Ihre Gebäude stehen und was das geplante TKG-ÄG 2026 aus technischer Sicht für Ihren Bestand bedeuten würde. Unabhängig, ohne Verkaufsdruck.